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Wir wirksam ist die Arbeit von MENTOR HAMBURG e.V.?

In den Jahren 2009, 2012 und 2015 hat MENTOR HAMBURG e.V. an den kooperierenden Schulen eine Lehrerbefragung durchgeführt. Ziel war es, die Wirksamkeit der Arbeit der Mentorinnen und Mentoren, die seit mindestens 6 Monaten ein Lesekind betreuen, zu ermitteln. Bei der letzten Befragung 2015 wurden von 638 ausgegebenen Umfragebögen 561 ausgefüllte Bögen von den Hamburger Schulen zurückbekommen (88%).Die Ergbnisse in Zahlen:

3 von 4 Kindern können ihre Vorlesekompetenz verbessern, jedes 3. Kind kann sogar deutlich flüssiger vorlesen

Nach Einschätzung der Lehrenden ist bei den meisten Kindern zu beobachten, dass sich ihre Vorlesekompetenz deutlich verbessert. Danach lesen rund 83% der Kinder aufgrund der ehrenamtlichen Leseförderung flüssiger vor, jedes dritte Kind verbessert diese Fähigkeit sogar deutlich. Rund 70% der Kinder konnten zudem ihre Aussprache verbessern. Der Anteil der Kinder, bei denen kaum Verbesserungen zu beobachten sind, beträgt weniger als 3%.

Mehr als 75% der Kinder erreichen ein besseres Textverständnis

Auch die Wirkung der Leseförderung auf das Textverstehen ist nach Meinung vieler Lehrer und Lehrerinnen sehr positiv. Drei Viertel aller Kinder konnten ihren Wortschatz erweitern und rund 80% der Lesekinder verstehen nun Texte insgesamt besser, eines von vier Kindern sogar in deutlichem Maße. Bei weniger als 2% der Kinder ist kaum eine Verbesserung zu beobachten.

Lesefreude wächst bei 4 von 5 Kindern, jedes 3. Kind beschäftigt sich deutlich lieber mit Büchern

Die meisten Kinder entwickeln im Laufe der Lesezeit eine positive Einstellung zum Lesen. Bei über 80% der Kinder ist die Lesefreude gewachsen, bei jedem zweiten Kind dieser Gruppe sogar deutlich. Rund 70% der Kinder beschäftigen sich seitdem freiwillig mit Büchern, jedes dritte Kind sogar häufig.

3 von 5 Kindern sind im Unterricht aktiver, jedes 7. Kind kann seine schulischen Leistungen deutlich verbessern

6 von 10 Kindern nehmen aufgrund der Leseförderung insgesamt aktiver am Unterricht teil, jedes 6. Kind sogar deutlich aktiver. Auf die Frage, ob sich in diesem Zusammenhang auch die schulischen  Leistungen insgesamt verbessert haben, bestätigen dies die Lehrenden in über 60% der Fälle. Jedes 7. Kind konnte seine Leistungen sogar deutlich steigern.

Persönliche und individuelle Bemerkungen der Lehrerinnen und Lehrer:

In vielen Fällen konnten sie beobachten, dass das Selbstwertgefühl der Kinder durch die individuelle Betreuung gestiegen ist. Zudem verbessern einige Kinder offenbar ihr Sozialverhalten.

„Das Kind traut sich jetzt öfter, einen Text vor der Klasse vorzulesen. Allgemein hat ihm die Zeit, die ein Erwachsener nur mit ihm verbringt, sehr gut getan und sein Selbstbewusstsein sehr gestärkt. Danke!“

 „Ich sehe deutlich die Steigerung des Selbstwertgefühls. Mein Schüler war sehr stolz, als er die Urkunde überreicht bekam.“

„Das Kind hat mehr Selbstwertgefühl, hat vor kurzem freiwillig ein Buch vorgestellt, das sie sich selbst ausgesucht hat. Das war richtig gut!“

„Das Kind meldet sich häufiger, möchte zeigen, dass es lesen kann und hat ein deutlich gesteigertes Selbstwertgefühl und Vertrauen in die eigene Leseleistung.“

Besonders bemerkenswert ist in unseren Augen die integrative Wirkung der Leseförderung:

„Das Kind hat sich insgesamt gut in die Klassengemeinschaft integriert und sein Sozialverhalten verbessert.“

„Das Kind hat mehr Selbstvertrauen in sich gewonnen, erfährt viel positive Unterstützung durch die Lesementorin, wodurch er insgesamt auch integrierter in die Klassengemeinschaft ist!“

„Das Kind hat einen besseren Kontakt zu seinen Mitschülern aufgebaut.“

„Das Kind hat neue Freundschaft innerhalb der Klasse geschlossen.“

„Das Kind hilft mittlerweile anderen Kindern beim Vorlesen von Aufgabenstellungen. Es hat sehr gewonnen durch die erworbene Lesekompetenz! Danke für dieses Angebot!“

Und sonst noch?

„Durch die Lesementorenstunde erfährt meine Schülerin individuelle persönliche Zuwendung und positives Feedback. Diese Stunde hat Insel-Charakter: Es geht nur um sie, sie erlebt enorme Motivation, wird nur an ihren eigenen Fortschritten gemessen.“

„Vor allem liebt das Kind jetzt Bücher; fragt, ob es lesen darf, liest auch im Sachunterricht gerne Bücher zum Thema, schreibt bessere Aufsätze. Es geht gerne zur Lesestunde, vergisst sie nie und mag ihre Lesefrau sehr. Sie hat sich auch über den Theaterbesuch gefreut.“

„Das Selbstwertgefühl ist gewachsen, da das Kind sich traut, im Unterricht Texte vorzulesen – Eine unglaubliche Entwicklung insgesamt, ich bin sehr dankbar für die Unterstützung durch die Mentorin.“

 „Der Junge liebt die 1:1-Betreuung, er arbeitet dort gut mit und freut sich drauf. Im Unterricht ist er mit der Gruppe überfordert. Die Lesezeit ist eine wichtige Lernzeit für das Kind – die einzige, an der er gern teilnimmt. Danke.“

Die Ergebnisse der Lehrerbefragung 2012 finden Sie zusammengefasst hier und die Ergebnisse aus dem Jahr 2009, incl. einer ausführlichen Liste der Freitextantworten, sind hier nachzulesen.